Höhenrettung am Ithturm

Einsatzort:
Lauenstein

Einsatzbeginn:
26.05.2022, 16:23 Uhr

Einsatzende:
26.05.2022, 19:29 Uhr

Einsatzbericht

Gegen 16:23 Uhr wurden heute die Höhenrettung aus Oldendorf sowie die Feuerwehr Lauenstein zur Rettung einer abgestürzten Person an den Ith-Turm alarmiert. Ebenso steuerten zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Vielzahl von Polizisten und ein in Hannover stationierter Rettungshubschrauber die Einsatzstelle an. Auch die alarmiert Drehleiter aus Hameln machte sich auf den Weg, konnte jedoch noch während der Anfahrt die Alarmfahrt abbrechen und zur hauptamtlichen Wachbereitschaft zurückkehren. Am Ithturm machten sich Feuerwehrleute auf die Suche nach dem abgestürzten Mann während sich die Polizei um eine größere, teils alkoholisierte Menschmenge kümmerte, die in Streit geraten war. In rund 15 Meter Tiefe konnte der Abgestützte lokalisiert werden, woraufhin die Höhenretter sich umgehend zu diesem abseilten. Nachdem das noch ansprechbare Unfallopfer längere Zeit vom Notarzt behandelt wurde, konnte er in eine Schleifkorbtrage gelegt und an Seilen gesichert, einen ca. 240 Meter langen Steilhang hinab getragen werden. Anschließend mussten die Feuerwehrleute den Mann noch 600 Meter durch dichtes Gestrüpp und auf rutschigem Laub bis zu einem Waldweg tragen bis der verletzte Mann an Sanitäter der SEG Marienau übergeben werden konnte, die mit einem geländegängigen Rettungswagen vor Ort warteten, um den Mann zum bereitstehenden Rettungshubschrauber Christoph 4 zu fahren. Anschließend wurde der Abgestürzte mit dem 1200 PS starken Helikopter des TYP EC135 von Airbus in ein Mindener Krankenhaus geflogen.

Sichtlich erschüttert zeigten sich die Feuerwehrleute auch noch bei der Einsatznachbesprechung vor Ort. Anstatt sich über die Rettung und die Hilfestellung zu freuen, legte der Mann den Einsatzkräften der Feuerwehr und dem Rettungsdienst ein so hohes Aggressionspotenzial gegenüber, das die Rettung kurzfristig unterbrochen werden musste. Polizisten schritten ein um den Mann, der die Einsatzkräfte beschimpfte und Drohungen von sich gab, zu beruhigen. Um eine Gefährdung gegenüber den Hilfeleistenden abzuwenden, wurden ihm von der Polizei zunächst Handschellen angelegt und beim Abtransport anschließend mit Kabelbindern fixiert.        

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