Tierrettung

Einsatzort:
Oldendorf

Einsatzbeginn:
01.09.2019, 14:25 Uhr

Einsatzende:
27.08.2019, 20:00 Uhr

Einsatzbericht

Zu einer Tierrettung wurde heute gegen 14:25 Uhr die Ortsfeuerwehr Oldendorf alarmiert. Das dieser Einsatz allerdings über fünfeinhalbstunden dauern würde hatte beim Eintreffen an der Einsatzstelle niemand geahnt. Beim Spaziergang in der Oldendorfer Feldmark sah der Foxterrier namens „Teo“ eines Pärchen einen Dachs, da Teo nicht angeleint gewesen ist, hat dieser dann umgehend die Verfolgung aufgenommen. Geendet hat diese Verfolgungsjagd allerdings in einem 125 Meter langen Kanalrohr der unter einem Rübenacker verlief. Anfangs hatte das Pärchen selbst versucht den Hund wieder aus der engen Röhre zu bekommen, leider ohne erfolg, worauf sie in ihrer Verzweiflung die Notrufnummer 112 wählten. Einsatzleiter Dirk Habenicht verschaffte sich einen Überblick und erkannte schnell das man bei diesem harten Boden auch mit Schaufel und Sparten nicht viel ausrichten kann. Kurzerhand kontaktierte er einen in Oldendorf ansässigen Landwirt, der wenig später mit einem Minibagger an die Einsatzstelle kam. Vorsichtig wurde das erste Loch ausgehoben und das Kanalrohr in 1,25 Meter tiefe freigelegt, anschließend wurde das Rohr mit einem Trennschleifer aufgeschnitten und nachgesehen, ob der Hund zu erkennen war. Damit Teo nicht ausversehen beim auftrennen der Röhre verletzt wird, wurde eine Schlauchleitung vom Tanklöschfahrzeug aus verlegt, am ende der Schlauchleitung wurde eine sogenannte Blindkupplung angeschlossen. Damit der Schlauch eine stabile Form bekam, wurde anschließend Wasserdruck auf die Schlauchleitung aufgebaut, so konnte dieser als Messstab dienen, indem er soweit in das Rohr geschoben wurde, bis das Ende nicht mehr zusehen war. An dieser Stelle wurde dann das nächste Loch ausgehoben. Insgesamt musste diese Prozedur 10mal wiederholt werden, bis man fast am anderen Ende des Feldes angekommen war. Als gerade beschlossen wurde ein zwölftes Loch aus zuheben, bemerkte Feuerwehrmann Peter Bartels das der Hund Rückwärtskriechend auf ihn zukam. Er schnappte den Hund kurzerhand an den Hinterläufen und befreite ihn aus seiner misslichen Lage. Überglücklich konnten die Besitzer den unverletzten Teo wieder in den Arm halten. Dieser wär aber am liebsten sofort wieder losgelaufen um die beiden Dachse, die ebenfalls aus der Röhre gekrochen sind und dass weite in einem Maisfeld gesucht haben, weiter zu verfolgen. Gegen 20:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

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